Auf Tour durch Deutschland mit Jana
16. Oktober 2009So, ab Montag bin ich dann einige Tage auf Tour durch Deutschland mit Jana Josephina
. Wenn wir in Eurer Stadt Halt machen und Ihr gern mal vorbeischauen würdet, sagt Bescheid.
So, ab Montag bin ich dann einige Tage auf Tour durch Deutschland mit Jana Josephina
. Wenn wir in Eurer Stadt Halt machen und Ihr gern mal vorbeischauen würdet, sagt Bescheid.
Hab grad ein Foto von mir gefunden, daß für “Geistig-energetisches Heilen” auf http://www.praxis-mp.de/geistig-energetisches_heilen.html verwendet wurde
. Ich freu mich immer, wenn meine Fotos genutzt werden.
Übrigens: Ich hab dieses Foto über Bing gefunden (die neue Suchmaschine von Microsoft). Bing liefert wirklich andere (und doch sehr relevante) Ergebnisse als Google - ich bin beeindruckt.
Das Video von “Streit” ist nach der Premiere letzten Montag im Netz verfügbar. Anschauen könnt Ihr es z.B. bei MySpace oder bei Youtube . Ein Making-Of zum Video gibt’s auch bei YouTube. Über unser Premierenkonzert am Montag im Literaturhaus Frankfurt hat auch RTL n kleinen TV-Bericht gemacht.
Während ich auf Bali war, sagte mir Jana, sie würde spontan n Musikvideo für “Streit” drehen. Der Dreh bot sich kurzfristig an, da eine Kamera-Weltneuheit zum Einsatz kommen sollte (”Canon EOS 5D MKII”). Tja, da konnt ich leider nicht dabei sein
. Uwe und Manuel haben aber die Bandehre hochgehalten und werden ab Januar im ersten Jana Josephina Video zu sehen sein. Berichte und Fotos vom Dreh gibt’s bei TOMMY.

Seit Donnerstag abend weile ich nun wieder im kalten Deutschland. Nachdem ich auf dem Changi-Airport noch einmal den Schmetterlingsgarten genorssen hatte, gings auf den langen Flug nach Deutschland.
Freitag morgen bin ich erstmal wegen meiner Blessuren zum Arzt gegangen. Für meine Rippe gibts Entwarnung: es ist nur eine Knochenfellentzündung, also nix gebrochen
. Der Finger ist auch okay und wird nur noch einige Tage schmerzen.
Samstag morgens mußte ich dann auch schon früh mit den Jungs nach Hamburg zum Salsa-Bigband-Workshop. Die Fahrt verlief unerwartet staufrei und wir konnten gemütlich den ersten Tag absolvieren. Aus der abendlichen Party in Downtown Hamburg wurde dann aber aufgrund meines Jetlags nichts. Stattdessen haben wir uns drei entspannte Saunagänge mit ner Flasche italienischem Rotwein und viel Spaß gegönnt
. Anschließend wurde der Pizza-Lieferservice beauftragt und wir haben in Carls Hotelzimmer den Boxkampf geguckt. Schon während des Kampes hat mich der Jetlag erschlagen und ich bin eingeschlafen - immerhin wäre es da auf Bali schon wieder früher Morgen gewesen!
Fischmarkt ist für heute morgen auch gestrichen - zu kalt, zu früh, zu dunkel. Außerdem hatten wir das schon beim letzten Mal. Jetzt gehts gleich lecker frühstücken und wieder Salsa spielen
.
So, hier sitz ich nun wieder am Changi-Airport in Singapur und genieße die bequemen Sessel und die entspannte Atmosphäre - das ist echt n toller Flughafen. Leider heißt das aber auch, daß meine Zeit auf Bali definitiv vorbei ist und ich heute abend wieder im kalten Mitteleuropa sein werde. Noch trage ich meine Flip-Flops und die Winterjacke unter meinem Arm wirkt eher befremdlich - aber bald muß ich mich umgewöhnen
. Naja, irgendwie freu ich mich auch auf die Weihnachtszeit in Deutschland:). Vielleicht nehm ich noch den einen oder anderen Weihnachtsmarkt mit und wenn ich gaaaaanz viel Glück hab, kann ich bestimmt auch noch irgendwo Weihnachtsplätzchen abstauben
.
Ich werd jetzt noch n bissl in der Lounge hier relaxen und mich dann von Deutschland aus wieder melden.

Heute habe ich meine letzten beiden Tauchgänge zum "Advanced Open Water Diver" absolviert. Zunächst ging es zum Tieftauchen auf 30m runter. Die Rechenaufgaben dort unten konnte ich schnell und ohne Probleme lösen, was ein Zeichen dafür ist, daß ich keinen Tiefenrausch bekommen habe. Der zweite Tauchgang war das Navigationstauchen und ich mußte mit Kompaß unter Wasser ein Quadrat schwimmen - auch das habe ich bestanden
. Danach sind wir noch etwas am Wrack eines alten Fischerbootes langgetaucht und haben und das künstliche Riff angeschaut. Ich hab nun auch zum ersten Mal einen Octopus in Aktion gesehen: der ändert ja nicht nur blitzschnell seine Farbe, sondern sogar das Muster seiner Haut! Faszinierende Tiere!
Nach meinem nunmehr neunten Tauchgang habe ich mein Zertifikat entgegen genommen. Danach hatte ich endlich mal einen Nachmittag, an dem ich nicht für eine Prüfung lernen mußte - so hab ich mich mit meinem Buch an den Strand gesetzt. Dort hab ich dann allerdings gleich zwei nette Aussie-Mädels kennengelernt und mit ihnen bis Sonnenuntergang gequatscht - wieder nix mit lesen
.
Abends hab ich mein Abschiedsessen im Alola Cafe eingenommen. Beim Nachtisch hat sicch dann der Chef zu mir gesetzt (ob er wußte, daß es mein letzter Abend war?) und mit mir n bissl gequatscht. Er hat einige Restaurants auf der Insel und baut grade in Ubud eines der größten Restaurants von Bali. Das Essen bei ihm ist auch echt gut - immerhin wurde mir das Alola bereits an meinem ersten Tag in Padang Bai empfohlen. Außerdem spielt der Mann Gitarre und ist auch schon in Deutschland aufgetreten - er hat Freunde in Sossenheim…die Welt ist sooo klein.
Dann gings früh in mein Bettchen, denn am nächsten Tag geht der Shuttle nach Kuta um 10 Uhr.
Heute fanden drei meiner fuenf Tauchgaenge zum Advanced Open Water Diver statt. Morgens gings mit Alex nach Tulamben zum Wrack der USS Liberty. Alex hatte ich gestern schon in der Ozone Bar kennengelernt und er hat den Trip zum Wrack zufaellig bei der selben Tauchschule gebucht. Nach ueber einer Stunde Fahrt kamen wir in Tulamben im Norden von Bali an und sind auch sofort ins Wasser. Fuer mich war es das erste Mal, dass ich auf 27m abgetaucht bin. Das Wrack ist schon ziemlich ueberwuchert und viel zu gross, um es auf einmal erfassen zu koennen. Gleich zu Beginn sahen wir auch einen riesigen Barracuda. Gestern hatte ich zwar schon Schwaerme kleinerer Barracudas gesehen, aber dieser war echt riesig. Er lag ganz friedlich da und liess sich fotografieren. Ich hab gehoert, dass die Barracudas sogar manchmal neugierig sind und zu Tauchern hin schwimmen - nun, dieser duempelte nur Faul im Wasser. Ich hatte mir fuer die zwei Tauchgaenge am Wrack ne Unterwasser-Kamera geliehen und fleissig Bilder geschossen
. Beim zweiten Tauchgang haben wir dann auch wieder n paar Haie gesehen (Schwarzspitzen-Riffhaie) - die sind aber leider recht scheu und sausen immer nur mal kurz vorbei.
Nach meiner Rueckkehr nach Padang Bai konnte ich grad n Happen essen und dann gings auch schon wieder raus aufs Meer zu meinem ersten Nachttauchgang. Das ist wirklich ein faszinierendes Erlebnis - ein bisschen beaengstigend ab und zu, aber toll
. Man sieht nachts die Farben ganz anders und die Tierwelt ist eine komplett andere. Ausserdem ist es schon ein ganz besonderer Kick, nachts im Dunkel des Meeres zu treiben. Als wir wieder an die Oberflaeche kamen, tauchten wir inmitten von fluoreszierenden Algen auf - das ist toll
: ueber Dir leuchten die Sterne und wenn Du im Wasser ruehrst, leuchtet das Wasser
.
So, jetzt muss ich gleich mal in mein Bettchen, denn morgen um 9 Uhr steht mein Tieftauchgang auf 30m an - dort werd ich dann auch mal die Auswirkungen der Stickstoffnarkose lernen. Angeblich braucht man in der Tiefe fuer eine einfache Rechenaufgabe ewig viel Zeit - ich werd mich anstrengen. Danach gibts noch Stroemungs- und dann Navigationstauchen. Ihr koennt Euch auch gar nicht vorstellen, wie muede der Stickstoff in meinem Blut mich macht…also gute Nacht
…
Wer hätte gedacht, daß ich im verschlafenen Padang Bai noch einmal vor Augen geführt bekomme, wie wichtig mein Job als Wirtschaftsinformatiker ist. Die zwei Züricher, die ich gestern kennengelernt habe, nehmen weltweit vor Ort Kompressoren in Betrieb. Die haben hier beim Tauchen einen Deutschen (jetzt Wahlschweizer) kennengelernt, der IT-Projekte für eine Firma im Bereich Ferndiagnose managed. Jetzt haben wir uns alle heute in einer der “vielen” Clubs von Padang Bai wieder getroffen und der IT-Mensch versuchte die Jungs (ganz freundschaftlich un bei nem Cocktail) von der Idee der Fernwartung für ihre Kompressoren zu überzeugen. Wunderbar war dabei, wie die beiden Welten IT und Anwender total aneinander vorbeireden konnten. Zwar haben sie sich in der Sache verstanden, aber keiner hat die Bedürfnisse des anderen kapiert. Der ITler war so von den Features seiner Software überzeugt, daß er gar nicht merkte, daß diese bei den Jungs nicht punkteten. Und die Kompressoren-Jungs hatten ganz andere Probleme als diese durch eine Software gelöst werden könnten - sahen aber nicht, daß vielleicht einige Prozeßveränderungen eine höhere Effizienz bewirken könnten (jedesmal, wenn an einer Maschine ein Problemchen auftritt, muß ein Mitarbeiter aus Zürich mit einem Visum versorgt und zum Kunden irgendwo auf diesem Globus geschickt werden). Ich konnte wunderbar dazwischen sitzen und beide Seiten verstehen und wurde darin bestätigt, wie sehr die Welt uns Wirtschaftsinformatiker braucht. Ein erhebendes und schönes Gefühl
.
Pruefung bestanden
: ab heute bin ich ein offizieller PADI Open Water Diver. Mit meinen letzten beiden Tauchgaengen im Meer (diesmal auf 18m und einer mit starker Stroemung an einer Felswand) und der Theoriepruefung (98% richtig - ich Streber
) hab ich nun mein Brevet (meinen Tauchschein) erhalten.
Die erste Nacht in meinem neuen Domizil bei Kerti war uebrigens ganz angenehm. Ich wohne in einem Zweistoeckigen Bungalow im Stile der alten Pfahlhaeuser von Lombok (der Nachbarinsel). Mein Bett hat zwar ein huebsches Moskitonetz, aber heute Nacht guckten da leider meine Fuesse raus…aber ich hatte ja vorgesorgt und mich ueberall mit Mueckencreme eingeschmiert…ueberall?…nein, die Fusssohlen natuerlich nicht und da haben die Viecher auch fleissig reingestochen
. Heute Nacht bin ich schlauer und bleib mit dem gesamten Koerper unter dem Moskitonetz. Ausserdem hab ich noch eine mehr oder weniger scheue Ratte als Mitbewohner - die ist ne echt gut Kletterin und wohnt wohl zwischen den Bungalows
. Praktisch am Kerti Beach ist, dass ich von dort direkt am Strand bin und ins Tauchboot stolpern kann - auch wenn die paar Meter Fussmarsch von meinem vorigen Ziel zum Strand nicht wirklich erwaehnenswert waren.
Heute habe ich mich dann auch entschieden, ueber die naechsten zwei Tage noch fuenf Tauchgaenge zu machen. Damit werde ich am Ende dann zum “Advanced Open Water Diver”. Zu meinen Spezialtauchgaengen gehoeren Wrack- und Tieftauchen, sowie Stroemungs-, Navigations- und Nachttauchen. Morgen gehts dazu nach Norden zum Wrack der USS Liberty - ich bin schon sehr gespannt
.
Fuer die letzten zwei Naechte auf Bali hab ich mich dann wieder im Surfcamp in Seminyak einquartiert. So kann ich nochmal einen entspannten Tag verbringen und muss am Donnerstag nicht so frueh aufstehen, um meinen Flug zu kriegen
.