12. Dezember 2008

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Hatte ich eigentlich schon erwaehnt, dass ich einen privaten Tauchlehrer habe? Ich bin momentan der einzige Schueler und krieg dadurch individuelle Privatbetreueung - besser gehts gar nicht
.
Heute hatte ich meine ersten beiden Tauchgaenge im Meer. Ich bin bis auf gut 9m runter und hab direkt beim ersten Tauchgang nen Weissspitzen-Riffhai an mir vorbeischwimmen sehen. Toll
! Haie sind echt schoene Tiere aber wohl recht scheu. Aber auch alles andere, was ich gesehen habe, war wunderschoen! So viele bunte Fische in verschiedenen Gestalten! Ich muss Euch das zu Hause mal alles im Detail erzaehlen.
Bei meinem ersten Tauchgang hatte ich uebrigens anfangs kleine Probleme mit der Tarierung (dem Schweben im Wasser auf gleicher Hoehe) und bin prompt in ein paar fiese Nesselpflanzen gefallen - aber alles halb so wild
. Das brennt ein bissl wie Brennesseln, sonst nix. Danach hab ichs nun raus
. Tauchen ist fast wie Meditation: Man bewegt sich so gut wie gar nicht und schwebt einfach durchs Wasser. Den Auftrieb steuert man durch die eigene Atmung, wodurch man sehr bewusst atmet. Es ist genau das richtige Kontrastprogramm zum Surfen. Und hier im ruhigen und verschlafenen Padang Bai werd ich meine Buecher wohl auch endlich an einem einsamen Strand weiter lesen koennen.
Momentan ueberleg ich mir noch, noch den “Advanced Open Water Diver” dran zu haengen. Damit haette ich die letzten Tage hier was zu tun und wuerde u.a. auch zum Wrack der USS Liberty aus dem zweiten Weltkrieg tauchen - aufregend
. Erstmal zieh ich jetzt in ein anderes Hotel am Strand um - dort goenn ich mir ein zweistoeckiges Luxuszimmer fuer mehr als den doppelten Preis meiner jetzigen Unterkunft (naja, das sind dann auch nicht einmal 10 Euro pro Nacht!). Grund fuer den Umzug sind erstens einige Leute, die ich hier getroffen habe und die dort wohnen und zweitens, dass mein aktuelles Bett recht unbequem ist (was ich grad mit meiner geprellten Rippe SEHR merke). Mit den Schweizern von gestern war ich noch in der oertlichen Reggae Bar und anschliessend was essen - die wohnen auch bei Kerti am Strand. Einen Koelner hab ich heute getroffen, der auch dort wohnt - Kerti scheint also DER Spot in der “Metropole” Padang Bai zu sein
.
So, jetzt schlepp ich mal meine Sachen zu Kerti runter und geh dann fuer meine Tauchpruefung morgen bueffeln.


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11. Dezember 2008

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So, jetzt sitz ich hier im Internet Cafe in Padang Bai - ein kleines Nest im Osten der Insel, das nahe der ganze Tauchparadiese dieser Insel liegt. In meinem sehr einfachen Hotel gibt es leider kein WLAN, aber ein Internet Cafe ist ja auch kommunikativer - hab grad neben mir zwei Zuericher getroffen, die gleich nebenan in die Bar gehen.
Meinen ersten Tauchgang im Pool hab ich schon hinter mir. Es ist echt faszinierend, unter Wasser atmen zu koennen
. Jetzt muss ich die naechsten Tage noch Theorie bueffeln, um uebermorgen meine Pruefung zum Open Water Diver machen zu koennen. Morgen geht es das erste Mal zu einem Tauchgang ins Meer - ich bin sehr gespannt.
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11. Dezember 2008

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Nach der Rueckkehr vom Boot wollte ich eigentlich direkt hoch nach Padang Bai fahren und dort in einem Hotel nahe der Tauchschule uebernachten. Doch dann hab ich mich doch fuer die relaxtere Variante entschieden und hab noch eine Nacht im Green Room Hotel gebucht. Dazu musste ich allerdings “leider” in ein anderes Zimmer umziehen - und das war das Zimmer mit den drei schoensten Frauen des Camps
. Die drei haben mich dann auch nett willkommen geheissen. Haette ich das vorher geahnt, waer ich natuerlich noch laenger im Green Room geblieben
- aber man soll ja aufhoeren, wenns am schoensten ist. Wir haben dann noch StudiVZ und Facebook-Kontakte ausgetauscht und am naechsten morgen wurde ich schon um 7 Uhr abgeholt. Ich konnte nur noch der halb wachen Stephi grad Tschuess sagen und ab gings die 1,5h Fahrt nach Padang Bai.
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11. Dezember 2008

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Von Montag bis Mittwoch war ich mit 11 anderen und drei Guides auf einem Boot vor der Insel Lembongan - deshalb gab es auch bis heute keine Lebenszeichen von mir
. Zunaechst gings mit dem Speedboat rueber und auf unser neues Domizil. Von dort aus konnten wir dann einfach ins Wasser springen und zum naechstgelegenen Surfspot paddeln. Fuer weiter entfernte Spots standen uns Motorboot-Shuttles zur Verfuegung. Am ersten Abend ging es dann auch gleich noch nach Shipwrecks, wo uns schoene Wellen erwarteten. Das beste war jedoch die Umgebung: mitten auf dem Meer den Sonnenuntergang anschauen, sanft in den Wellen schaukeln, den majestaetischen (und riesigen) Vulkan von Bali am Horizont sehen und ueber uns bereits der Mond! Einfach ein Traum - da muss man gar keine Welle mehr kriegen. …und trotzdem hab ich natuerlich einige Wellen angepaddelt
. Leider hat mir in einer Axel (auch aus unserem Camp) “die Vorfahrt genommen” (er hat mich gedropped). Das Ergebnis war, dass mein kleiner Finger zwischen den beiden kollidierenden Boards eingeklemmt wurde und danach ziemlich schlimm aussah. Es muss den Finger einige cm in mein Board getrieben haben, denn eine so tiefe Macke hatte ich in meinem Brett. Axels Brett sah auch ziemlich ramponiert aus. Naja, bis heute ist der Finger fast wieder verheilt - nix gebrochen - und die Boardreparatur ist in Bali zum Glueck billig (hat mich 80.000 Rupien, also 6 Euro gekostet).
Mit meinem Finger hab ich dann am naechsten Tag mal ausgesetzt und mir mit Marie nen ruhigen Lesetag an Deck gegoennt (sie hatte nen Bali Belly (=Durchfall)). Mittags gings zum Schnorcheln. Ich hab noch nie so viele verschiedene Farben und Tiere unter Wasser gesehen. Alle Arten von Korallen, Fischen, Tintenfische, grosse, kleine,…. . Gede hat sogar einen Tintenfisch mit der Harpune erlegt
. Das Schnorcheln hat mir dann auch schon wieder Lust auf meinen Tauchkurs gemacht.
Das Leben an Board war sehr entspannt: man schlaeft abends irgendwo an Deck oder unter Deck in seinen Boardshorts ein und wenn man morgens aufwacht, springt man statt der morgentlichen Dusche einfach mal kurz ueber Board - toll
.
Mittags und abends waren wir immer auf der Insel essen. Natuerlich ging das Abendessen nie ohne anschliessendes Feiern mit viel Bintang (einheimisches Bier) und Arak (den ich schon mal erwaehnt hatte) ab
. Der Mittwoch brachte dann viel Regen, ich bin aber trotzdem mit einem kleinen Grueppchen raus zum Plazground gepaddelt und hab mir ein Regensurferlebnis gegoennt - wunderschoen, wenn die Tropfen leise auf den Ozean prasseln.
Nach einigen DVDs auf dem Boot gings dann mit dem Speedboat zurueck uebers Meer nach Bali. Der Gute hat das Boot ziemlich gequaelt und wir dachten mehr als einmal, dass es wohl gleich auseinanderbrechen muesste. Aber da es nicht brach, haben wir den Ride einfach tierisch genossen - besser als jede Achterbahnfahrt.
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11. Dezember 2008

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Den Sonntag habe ich mir Ruhe im Camp verordnet: ich wollte meine Rippe fuer den Boat Trip ab Montag schonen. Jaja, Conny hat mich doch tatsaechlich noch in letzter Minute dazu ueberredet, an dem Trip nach Lembongan teilzunehmen
. Den Tag hab ich dann - neben Faulenzen - mit Shopping verbracht. Mit Malte, Charlene und Mara war ich in Kuta bei Volcom (n Surferlabel). Abends bin ich dann nochmal mit Robert und Stephi (zwei neue) zum Rip Curl und Billabong Outlet gefahren und habe mir noch eine Boardshorts und ein Neoprentaeschchen gegoennt.
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6. Dezember 2008

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Für heute hatten wir uns eine Raftingtour organisiert. Morgens um 9:15h gings los Richtung Ubud. Dort sind wir dann erstmal im Dschungel in eine Schlucht abgestiegen und sind dort in unser Boot gehüpft. Der Trip war super - wir hatten zwei Boote und sind alle schön naß geworden. Einfach traumhaft war es, als wir mitten im Urwald ins Wasser gesprungen sind und uns den Fluß haben runtertreiben lassen. Auf dem Rücken liegend konnten wir das dichte grün und die Schlucht links, rechts und über uns sehen - einfach unbeschreiblich. Nach dem Ende des Trips gabs noch ein Mittagessen, bevor unser Fahrer uns zur zweiten Station unseres Trips gebracht hat.
Viele Leute in Deutschland sagten mir, ich müsse den Affentempel unbedingt sehen. Trotzdem hatte ich das gar nicht als so sehenswert erachtet. Doch es war fantastisch. Wir waren die einzigen Menschen an diesem Tag an diesem Tempel. Entsprechend wirkte der Tempelfür uns wie ein altes Monument, das wir zufällig im Dschungel gefunden haben: Moosüberwucherte Temnpelanlagen, besiedelt von jeder Menge Affen. Die Affen krabbelten dann auf uns rum und gingen auch wieder ihren Geschäften nach. Mit den Affen hatten wir unseren Spaß - auch wenn Marie von den kleinen Gesellen eher etwas eingeschüchttert war. Aber auch abgesehen von den Affen, war der Tempel ein Erlebnis: Die mystische Stille (eigentlich mehr der mystische Krach) des Urwalds inmitten dieser Tempelanlage war einfach fantastisch.
Anschließend waren Malte und ich noch mit drei Mädels in Kuta shoppen. Ich selbst hab endlich ein paar FlipFlops in meiner Größe gefunden (gar nicht so einfach in einem Land, in dem nur kleine Leute leben) und außerdem noch ein paar T-Shirts und ein Hemd gekauft. Abends waren wir zusammen Sushi essen und jetzt gehe ich gleich ins Bett.
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5. Dezember 2008

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4. Dezember 2008

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3. Dezember 2008

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Heute war keine Surfschule und so sind wir morgens zu unserem Strand runter. Dort haben wir ein bißchen Take-Off-Training gemacht und ich komme mittlerweile mit meinem “kürzeren” Board (ein Mini-Malibu von 7,6 Fuß) schon sehr gut zurecht. Nach einem kleinen Mittagessen im Camp gings dann nochmal zum Old Man raus. Erst als wir dort waren wurde uns gesagt, daß da unten auch jede Menge Seeigel sind - also nicht zu tief tauchen
. Die Wellen waren eigentlich schön, aber sehr zerblasen. Ich bin relativ bald wieder raus und hab mir dann den beginnenden Sonnenuntergang angeschaut.



Ich hatte überlegt, meinen Aufenthalt im Camp um eine Woche zu verlängern und von hier aus meinen Tauchkurs zu machen. Doch leider würde das etwa 200 Euro kosten (zum Vergleich: hätte ich die dritte Woche direkt mitgebucht, hätte sie mich 50 Euro gekostet!) - das ist mir dann doch zu viel. Ist bestimmt auch gut, daß ich meinen Hintern nochmal woanders hin bewegen muß
. Vielleicht ergibt sich auch ein gemeinsamer Trip mit Ariel oder Daniel für ein paar Tage in die Berge…mal schaun
.
Jetzt kommt gleich der Yoga-Lehrer und ich werd mir das auch mal antun…
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2. Dezember 2008

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Gestern und heute war wieder Surfschule angesagt. Gestern haben wir Turns gelernt und wie man die Welle nicht nur gerade, sondern schräg mit viel mehr Speed abreitet. Das macht jetzt schon tierisch Spaß! Nachmittags sind wir dann direkt im Anschluß wieder zum Strand und wollten weitersurfen - aber die Kraft hat einfach nicht mehr zum Aufstehen gereicht. Abends haben wir uns alle erstmal 3 Millionen Rupien am Automaten gezogen, was etwa 200 Euro entspricht. Das Bündel Scheine ging kaum ins Portemonnaie. Danach waren wir wieder lecker veganisch essen.
Heute gings dann schon um 7:30 zur Surfschule und wieder rüber nach Sanur - aufs Riff. Diesmal hatte ich aber wesentlich mehr Spaß und bin etliche Wellen verdammt gut geritten. Auch das Wenden auf der Welle geht schon recht organisch. Mein Surfguide hat es daraufhin wohl zu gut mit mir gemeint und mich bis weit vors Riff mit rausgenommen. Dort waren zwar schöne Wellen, aber ich war einfach schon zu fertig. Er sah das dann ein und wir wollten zurück zum Boot paddeln, das mittlwerweile nur noch ein kleiner Punkt auf dem Meer war. Da mein Guide auch schon ziemlich fertig war, konnte er mich nicht ziehen und wir mußten beide verdammt weit paddeln. Zu allem Überfluß ist dann auch noch das Boot ohne uns losgefahren und wir dümpelten erstmal da draußen auf dem Wasser. Endlich kam das Boot dann zurück, um uns zu holen. Doch als wir den Rückweg antreten wollten, sprang der Motor nicht an. Naja, im Endeffekt trieben wir ziemlich lang da draußen in der knallenden Sonne rum, bis uns endlich ein anderes Boot in Schlepp genommen hat. Zwischendurch hatten wir zwar unsere Späße gemacht und die Jungs sind am Riff nach Seesternen getaucht, aber danach war ich doch ziemlich fertig. Das anschließende Wagborden hab ich mir dann auch gespart und bin entspannt zurück ins Camp.
Heute abend hat mich Mara dann noch zu ner guten Rückenmassage überredet (nicht von ihr, sondern von “Carla”, dem Massagesalon auf unserer Straße
) und anschließend lief schon das BBQ im Camp (mit Fisch, Reis und Gemüse). Timon hatte tagsüber mit Freuden ein Turnier ausgearbeitet: die “Pool Battle Competition”. Dabei hat sich das halbe Camp im KO-Modus auf dem Bambusstab überm Pool bekriegt. Die Bilder krieg ich hoffentlich auch noch. Jetzt läuft gerade noch die Party und ich werd mich gleich mal wieder unters Volk mischen
…
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